Ziel des Projektages Biodiversität ist es, dass die Schüler*innen (SuS) die ökologischen Grundlagen lernen, Mensch-Natur-Beziehungen kritisch beleuchten und zur Handlungsreflexion angeregt werden. Die folgende Übersicht zeigt den Ablauf des Tages, der in vier aufeinander aufbauende Abschnitte gegliedert ist. Die eingesetzten Methoden werden im Anschluss im Detail beschrieben.
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| Inhalt | Methode | Zeitangaben | Material | Sozialform |
|---|---|---|---|---|
| Einführung | Input | ca. 25 min ca. 20 min | helles Tuch | Großgruppe Partnerarbeit |
| Kartierung | Leitfaden Durchführung | ca. 20 min ca. 40 min | Erfassungsbogen, Hilfsmittel, Tablets, Klemmbretter, Stift, Seile | Großgruppe Kleingruppe |
| Auswertung | Statistik Analyse Reflexion | ca. 15 min ca. 30 min ca. 10 min | Taschenrechner, Ergebnisse Ergebnisse | Großgruppe Kleingruppe Großgruppe |
Der Projekttag startet mit einer kleinen Einführung zum Thema Biodiversität. Das Bildmaterial veranschaulicht den Unterschied der drei Biodiversitäts-Ebenen. Die Präsentation kann genutzt werden, um den Projekttag zu begleiten, ist aber nicht zwingend notwendig.
Draußen kann mit diesem spielerischer Einstieg die Beobachtungsgabe der SuS gestärkt werden und die ersten Pflanzenarten eingeführt werden. Fünf bis acht Naturmaterialien sollten vorbereitet unter dem hellen Tuch liegen. Die SuS werden in 2er-Teams eingeteilt. Anschließend versammeln sich alle Gruppen, um das helle Tuch. Für 5 – 10 Sekunden wird das Tuch angehoben und alle müssen sich die Materialien merken. Die Gruppen haben etwa fünf Minuten Zeit alle Materialien zu finden und sich dann wieder am Treffpunkt einzufinden. Wer hat alle Naturmaterialien gefunden?
Bevor die SuS ihre eigenen Vegetationsaufnahme durchführen, wird gemeinsam mit der Präsentation und/oder dem Leitfaden der Ablauf besprochen. Der Leitfaden dient den SuS während der Erfassung als Unterstützung. Auch die Verwendung der Hilfsmittel und von Bestimmungsbüchern oder -apps sollte vor der Erfassung erklärt werden. Bestimmungsapps wie „Flora Incognita„, „Pl@ntNet„, „PictureThis“ oder „iNaturalist“ können die SuS bei der Pflanzenbestimmung unterstützen.
In Kleingruppen führen die SuS die Kartierung durch und nutzen den Erfassungsbogen, um ihre Ergebnisse festzuhalten. Die Hilfsmittel dienen der Unterstützung, während der Erfassung. Die SuS sollen darauf achten, dass sie bei der Erfassung keine Pflanzen in ihrem Gebiet ausreißen oder zertreten. Um später eine statistische Auswertung zu ermöglichen, sollten alle Kleingruppen mindestens drei Gebiete floristisch kartieren.
Mit Hilfe der Präsentation erfolgt eine kleine Einführung in die statistische Auswertung von Erfassungsbögen. Es werden das arithmetische Mittel, der Median und die Standardabweichung eingeführt und deren Nutzen für die Auswertung erläutert.
In Kleingruppen werten die SuS ihre Erfassungsbögen statistisch aus und ordnen die Ergebnisse.
Zum Abschluss erfolgt eine gemeinschaftliche Auswertung der Ergebnisse und eine Reflexion der Erkenntnisse, die aus den Daten gewonnen werden können. Eine kurze Auswertung der Beispiel-Daten befindet sich in der Präsentation.