Naturschutzmaßnahmen hören sich immer zu groß für die Umsetzung an. Aber bei diesem Thema kann jede einzelne Person aktiv und Teil der gesellschaftlichen Lösung werden. Um für das Thema zu sensibilisieren, sollte die Abfallproblematik in den Schulen nicht nur angesprochen werden, sondern mit Handlungen verknüpft werden. Die Kombination von Theorie, Müll sammeln und Abfallskulpturen gestalten, stellt eine abwechslungsreiche Lehreinheit dar. Der kreative Umgang mit dem Thema nimmt eine optimistische Haltung ein und erhöht den Lerneffekt.
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| Inhalt | Inhalt | Zeitraum | Material | Sozialform |
| Einführung | Präsentation mit Quiz | ca. 15 min | Präsentation | Großgruppe |
| Kleingruppenarbeit | Stationen mit den Themen: Müllverbrauch, Mülltrennung, Rohstoffzersetzung, Upcycling | pro Station ca. 15 min | Arbeitsblätter-Stationen, Textblätter/Tablets | Kleingruppe |
| Aktion | Abfall sammeln | ca. 1 Std. | Handschuhe, Eimer/Mülltüten, ggf. Müllgreifer | Kleingruppen |
| Kreative Gestaltung | Bau von Abfallskulpturen | ca. 3 Std. | Abfall, Klebematerialien, Farbe | Einzel-/Partnerarbeit |
Die Präsentation kann als Handreichung für den Ablauf des Projekttages genutzt werden. Die einzelnen Schwerpunkte sind genauer beschrieben und können als Vorstellung in der Klasse genutzt werden. Gleichzeitig stellt die Präsentation Möglichkeiten vor den Tag an Alter und Ziel anzupassen.
In der Kleingruppenarbeit vertiefen die SuS selbstständig ihr Wissen über die Abfallproblematik und verbessern ihre Fähigkeiten zu Teamwork. Die Stationen finden an Gruppentischen statt und bedürfen keiner weiteren Betreuung.
Zu den Stationen stehen die Dokumente Arbeitsblatt und Lösung zur Verfügung. Die SuS erarbeiten das Arbeitsblatt selbstständig oder mit Hilfe von Internetrecherche. Die Lösung kann zur Selbstüberprüfung im Nachgang ausgeteilt werden oder zur Kontrolle durch die Lehrkraft verwendet werden.
Diese Station beschäftigt sich mit den jährlich entstehenden Abfallmengen in Deutschland und deren Problematik für die Umwelt.
Mülltrennung ist ein wichtiger Bestandteil für die Weiterverwendung von Ressourcen. Um den prozentualen Anteil der stofflichen Verwertung zu steigern, ist es wichtig sich mit der Mülltrennung auseinanderzusetzen, denn Mülltrennung ist nicht immer so einfach wie es scheint.
Verschiedene Materialien benötigen unterschiedliche Zeit, um sich in der Natur zu zersetzen. Aber nicht alle Materialien, die wir achtlos in die Natur werfen, sind vollständig biologisch abbaubar und können dem natürlichen Kreislauf wieder zugeführt werden.
Ein nachhaltigerer Umgang mit unseren Rohstoffen ist notwendig, um den Planeten nicht weiter zu belasten. Neben dem Thema Abfallhierarchie werden umsetzungsfähige Upcycling-Ideen gesammelt.
Mit Handschuhen, Müllgreifern und Mülltüten ausgestattet dürfen die SuS in der Umwelt gelandeten Abfall einsammeln. Am besten sucht man sich eine Region in der Nähe des Schulgeländes. In Fußgängerzonen, an Weg- und Wiesenrändern, aber auch um Mülleimer befindet sich immer wieder achtlos weggeworfener Müll. Um den SuS einen noch größeren Ansporn zu geben, können die Kleingruppen gegeneinander in den Wettbewerb treten. Welche Gruppe die höchste Anzahl an Abfall einsammelt, gewinnt den kleinen Wettbewerb. SuS sollten nach der Aktion ihre Erlebnisse schildern, welche Gegenstände lassen sich am häufigsten finden.
Der aufgesammelte Abfall soll nun dafür verwendet werden, künstlerisch tätig zu werden. Je nach gewünschter Größe der Skulptur/Collage können die SuS allein, in Partnerarbeit oder in Kleingruppen zusammenarbeiten. Der Kreativität der SuS sollte hierbei freie Entfaltung gewährt werden. Sollte der gefundene Abfall nicht ausreichen, kann in den Mülltonnen der Schule nach geeignetem Material für die Skulpturen/Collagen geschaut werden. Zusätzlich können Klebematerialien und Farben gestellt werden. Allerdings hat die ausschließliche Verwendung von Abfall eine höhere Wirkung auf Publikum. Collagen eignen sich insbesondere auch für jüngere SuS. Nach Beendigung der Herstellung hat es eine weitere Wirkung, wenn die Ergebnisse mit einer Beschreibung ausgestellt werden. Zum Schluss sollte dafür gesorgt werden, dass der restliche Abfall vom zuständigen Wertstoffhof abgeholt wird. Alternativ kann der Abfall von den SuS vorsortiert werden, sodass das Thema Mülltrennung noch erprobt werden kann.