In dem Projekttag Gewässerkartierungen lernen die Schüler*innen (SuS) die Datenaufnahme an Fließgewässerstrukturen. Mit Hilfe der erhobenen Daten bestimmen die SuS den Zustand des betrachteten Gewässers und reflektieren Schutzmaßnahmen zur Verbesserung von Gewässerstrukturen.
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| Abschnitt | Inhalt | Zeitraum | Material | Sozialform |
|---|---|---|---|---|
| Einführung | Erklärung der Parameter | ca. 20 min | Präsentation | Großgruppe |
| Datenaufnahme |
Chemisch-physikalische Parameter Strukturvielfalt Biologische Gewässergüte |
ca. 30 min ca. 20 min ca. 40 min |
Material |
Kleingruppen |
| Auswertung |
Auswertung Ergebnisbetrachtung |
ca. 15 min ca. 15 min |
Ergebnisse |
Kleingruppen Großgruppe |
Die Präsentation dient zur Einführung in Gewässerparameter zur Bestimmung des Zustandes von Fließstrukturen. Es wird zwischen biologischer, chemisch-physikalische Gewässergüte und Strukturgüte unterschieden. Es folgt eine Erklärung der Durchführungsweisen für die verschiedenen Parameter, wie Trübung, Fließgeschwindigkeit, pH-Wert usw..
Die Präsentation enthält ebenfalls eine Materialliste für die Gewässerexkursion und die wichtigsten Verhaltensregeln für die Datenaufnahme an Gewässern.
Im Abschluss der Präsentation sind Vorschläge für Diskussionfragen für die Reflexion enthalten.
Bevor die SuS in die Datenaufnahme starten, sollten kurz die wichtigsten Verhaltensregeln am Gewässer wiederholt werden. Ebenfalls sollten je nach Kenntnis der SuS die Materialien und die Funktionsweise der Messgeräte gemeinsam besprochen werden. Anschließend wird die Klasse in Kleingruppen aufgeteilt und jeder Gruppe wird ein Gewässerabschnitt für die Untersuchungen zugewiesen.
Mit Arbeitsblatt und Hilfsmitteln ausgestattet bestimmen die SuS in Kleingruppen die verschiedenen physikalischen und chemischen Parameter des Fließgewässers. Um Fehler zu vermeiden, werden die Messungen mehrfach wiederholt und alle Messdaten notiert.
In Kleingruppen erarbeiten die SuS mit Hilfe des Arbeitsblattes in ihrem Gewässerabschnitt die Strukturvielfalt. Dabei sollen sie nicht nur auf das Gewässer, sondern auch auf die Umgebung achten.
In ihrem Abschnitt von ca. 5 m Länge betrachten die SuS in Kleingruppen die Artenvielfalt der wirbellosen Tiere. Sie suchen das Gewässer gut ab und setzten die Tiere in Becherlupen, um sie anschließend mit dem Bestimmungsschlüssel der Naturfreundejugend einzuordnen. Es wird sowohl die Artenvielfalt in den unterschiedlichen Gruppen notiert als auch die Individuenzahl. Durch die Bestimmung der wirbellosen Tiere und deren Häufigkeit kann anhand von Zeigerarten die biologische Gewässergüte festgestellt werden.
Die SuS berechnen sowohl die arithmetischen Mittelwerte ihrer Felddaten als auch Fließgeschwindigkeit und Abflussmenge.
Gemeinsam werden im Anschluss die Ergebnisse der Kleingruppen dargestellt, diskutiert und reflektiert. Was können wir aus den Daten herauslesen und in welchem Zustand befindet sich das Gewässer?